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Kritische Infrastruktur: So schützen wir unser Trinkwasser

Sicherheitslösungen für Wasserverbände und Wasserunternehmen, die der Baseline Informationssicherheit für die Regierung (BIO) entsprechen und zukunftssicher sind.

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Jorden van Driel
Experte für Vitals & Globale Dienstleistungen
19 Oktober 2024

Von Pumpstation bis Schaltschrank: Wasserverbände und Wasserunternehmen verfügen oft über Dutzende oder sogar Hunderte von Assets im Feld. Wie kann man all diese Standorte zuverlässig, effizient und nachhaltig sichern? In diesem Blog erklären Richard Mildenberg (Manager für Nachhaltigkeit und Geschäftsentwicklung) und Jorden van Driel (Kundenteamleiter Vitals & Global Services) mehr über die intelligente Sicherung kritischer Infrastruktur.

Von der Gesundheitsversorgung bis zum Stromnetz, vom öffentlichen Verkehr bis zur Trinkwasserversorgung: All dies sind Beispiele für unsere kritische Infrastruktur. Das heißt: Einrichtungen, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft unerlässlich sind. Gleichzeitig wird diese kritische Infrastruktur zunehmend verwundbar. Cyberbedrohungen sind seit den letzten Jahrzehnten immer häufiger geworden. Cyberkriminelle können durch das Lahmlegen solcher essentieller Einrichtungen die Gesellschaft destabilisieren.

Wasserverbände und Wasserversorgungsunternehmen sind daher gut beraten, ihre Standorte und Feld-Assets sowohl physisch als auch digital gut abzusichern, erklärt Richard Mildenberg. „Ein erschwerender Faktor dabei ist, dass gerade diese Organisationen manchmal bis zu 150 Standorte haben: Büros, Kläranlagen, Pumpstationen, Pumpwerke und Schaltschänke ‚im Feld‘. All das effizient und nachhaltig zu sichern, ist eine Herausforderung.“

Strenge Gesetze und Vorschriften: BIO-Normenkader und NIS2

Die Baseline Informatiebeveiliging Overheid (BIO)

Jorden van Driel fügt hinzu, dass die Gesetze und Vorschriften, an die halböffentliche Institutionen gebunden sind, immer strenger werden. „Als Wasserschutzverband oder Wasserunternehmen müssen Sie strenge Informationssicherheitsrichtlinien einhalten, wie das Baseline Informatiebeveiliging Overheid (BIO). Darüber hinaus müssen diese Organisationen verhindern, dass Unbefugte Zugang zu ihren Standorten erhalten. Dies erfordert die Sicherstellung des erforderlichen Sicherheitsniveaus, damit Sie jederzeit Ihre Hauptaufgabe erfüllen können: die Bereitstellung von sauberem und sicherem Trinkwasser.“

NIS2-Verordnung

Auch die NIS2-Gesetzgebung und die Einhaltung dieser Richtlinien sind für Wasserschutzverbände und Wasserunternehmen wichtig. Van Driel: „Diese erneuerte und deutlich verschärfte europäische Gesetzgebung im Bereich der Cybersicherheit ist speziell für Organisationen in kritischen Sektoren gedacht, um sie noch besser vor digitaler Kriminalität wie Cyberangriffen zu schützen. Um als Organisation die NIS2-Richtlinien einzuhalten und somit Strafen zu vermeiden, müssen auch Zulieferer denselben strengen Richtlinien entsprechen.“

Nachhaltige Lösung für Zugangskontrolle und Sicherheit

Die gute Nachricht, laut Jorden van Driel, ist, dass das Verwalten und Absichern von Standorten immer effizienter erfolgen kann. „Bei Nsecure setzen wir auf eine integrierte Lösung, die auf Zugangskontrolle, Identitätsmanagement und nachhaltigen Schließsystemen basiert. Unser Zugangskontrollsystem steuert alle erforderlichen Sicherheitslösungen; von Videoüberwachung bis Fahrzeugidentifikation, von biometrischer Sicherheit bis Intercom-Lösungen. Diese Plattform kombinieren wir mit den nachhaltigen Schließsystemen von iLOQ für die Zutrittsgewährung. Der große Vorteil dieser Lösung ist, dass sie – im Gegensatz zu vielen anderen Schließsystemen – batterielos ist: Die benötigte Energie, um eine gesicherte Verriegelung zu öffnen, wird vom System aus dem Smartphone gewonnen.“

Das hat viele Vorteile, fügt Richard Mildenberg hinzu. „Lange Zeit musste ein Techniker, der für Wartungsarbeiten ausgesendet wurde, zuerst zum Hauptbüro fahren, um dort die richtigen Rechte zugewiesen zu bekommen. Anschließend erhielt er einen (digitalen) Schlüssel oder eine Zugangskarte, mit der er die Verriegelung des jeweiligen Assets – wie eine Pumpe, ein Pumpwerk oder ein Schaltschrank – öffnen konnte.“ Dieser physische Schritt entfällt nun, fährt Mildenberg fort. „Der Techniker erhält die Zugriffsrechte direkt auf seinem Smartphone. Sobald er am Standort angekommen ist, sendet das Smartphone einen minimalen elektrischen Impuls an das batterielose Schloss, das dadurch geöffnet wird. Über das Zugangskontrollsystem hat man dann 24/7 Echtzeit-Einblick, wer wann an welchem Standort anwesend ist.“

Einsparung von Wartungskosten

Diese Lösung ist auch besonders nachhaltig, erklärt Mildenberg. „Die Anzahl der Transportbewegungen wird stark reduziert; der Techniker kann sofort zum jeweiligen Außeneinsatzort fahren. Und da das Schließsystem batterielos ist, müssen keine Batterien mehr ausgetauscht werden. Besonders bei Organisationen mit Dutzenden oder sogar Hunderten von Standorten spart das enorm viel in Bezug auf Wartung und die damit verbundenen logistischen Bewegungen. Darüber hinaus können wir die meisten softwaretechnischen Störungen heutzutage problemlos aus der Ferne beheben. Auch das spart insgesamt viele Reisebewegungen. Und nicht zuletzt: Da es sich um eine Cloud-Lösung handelt, müssen keine lokalen Server – mit eigener Stromversorgung und Kühlung – mehr gewartet werden. In Bezug auf die Nachhaltigkeit bietet dies enorme Vorteile.”

Vollständiges Zugriffsmanagement für Mitarbeiter, Auftragnehmer und Subunternehmer

Für das umfassende Zugriffsmanagement (wer hat Zugang zu welchen Assets?) nutzt Nsecure die intern entwickelte YIM-Plattform. Diese Lösung für Identity Management ist „über“ das Zugangskontrollsystem angesiedelt, erklärt Van Driel. „YIM – was für Your Identity Management steht – ermöglicht es dir, schnell die richtigen Rechte zuzuweisen; an Mitarbeiter, Besucher und auch an Subunternehmer, die auf deinem Gelände arbeiten. Nachdem ein Lieferant registriert und akkreditiert wurde – hat die betreffende Person die richtigen Dokumente, um auf deinem Gelände arbeiten zu können? – kannst du die Zugriffsrechte aus der Ferne zuweisen. Der Mitarbeiter erhält diese dann auf seinem Telefon. Diese Rechte werden gleichzeitig auch im Zugangskontrollsystem erfasst, sodass der Mitarbeiter vor Ort über sein Telefon automatisch Zugang erhält. So hast du stets die Sicherheit, dass nur autorisierte Personen Zugang zu deinen Standorten haben. Und dass jeder sicher und geschützt arbeiten kann.“

Interoperabiliteit: Strikte normen

Interoperabilität ist dabei das Schlüsselwort, erklärt Mildenberg. „Das Management von Identität und Zugang kann ziemlich komplex sein, besonders bei Organisationen mit vielen Standorten. Wir bringen alle Systeme für Zugang und Sicherheit zusammen und stellen sicher, dass sie auf eine smarte und sichere Weise reibungslos miteinander arbeiten. Es ist gut zu wissen, dass Nsecure sowohl SOC 2 Type II- als auch ISO 27001-zertifiziert ist. Das bedeutet, dass wir den höchsten Standards für Informationssicherheit und Datenschutz entsprechen.“

Die Niederlande verfügen über eines der besten Wasserversorgungssysteme der Welt. Umso wichtiger ist es, dieses zu schützen, betont Jorden van Driel. „Die Sicherung unserer vitalen Infrastruktur wird in den kommenden Jahren noch wichtiger werden. Mit unseren zukunftssicheren Lösungen für Zugang und Sicherheit – sowohl physisch als auch digital – tragen wir gerne dazu bei.“

Jorden van Driel Experte für Vitals & Globale Dienstleistungen
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